373 Bautechnologie 4 Klimabedingter Feuchteschutz Grundlagen des Feuchteschutzes 4.3 4.3.1 1) Laut DIN 4108-4: Es ist jeweils der für die Baukonstruktion ungünstigere Wert in der Tau- und/oder Verdunstungsperiode anzusetzen. Tabelle 1: Feuchtetechnische Materialkennwerte Produkt Artikel Rohdichte ρ [kg/m³] Wärmeleitfähigkeit λ [W/(mK)] Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl μ1) – Ytong Planblock 300 bis 650 0,07 bis 0,18 5 bis 10 Planbauplatte 500 – Jumbo 350 bis 650 0,08 bis 0,18 Systemwandelement 350 bis 600 0,08 bis 0,16 Trennwandelement 600 bis 750 0,16 / 0,21 Flachsturz 600 0,16 Sturz, tragend 600 0,16 Sturz, nicht tragend 550 0,14 U-Stein 550 0,14 U-Schale 600 0,16 Dach-/Deckenelement 550 0,14 Silka Klein- und Mittelformate, Planelemente 1.400 0,70 5 bis 10 1.600 bis 2.600 0,79 bis 1,80 15 bis 25 Silka Therm Kimmstein 1.200 0,33 5 bis 10 Feuchtetransport Beim Feuchtetransport werden zwei Mechanismen unterschieden: der Wasserdampftransport, der mit der Luft bzw. im luftgefüllten Porenraum stattfindet, und dem Kapillar- bzw. Flüssigtransport, der innerhalb der Porenstruktur eines Baustoffs und abhängig vom Feuchtegehalt abläuft. Die Dampfdiffusion hängt vom Dampfdruck und damit von der Differenz der relativen Luftfeuchtigkeit und von der Temperatur ab. Die Dampfdurchlässigkeit von Baustoffen wird demnach durch die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl μ beschrieben. Diese gibt die Wasserdampfdurchlässigkeit des Baustoffs verglichen mit einer ruhenden Luftschicht an. Die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke sd ist das Produkt aus µ und Schichtdicke d des Baustoffs und gibt an, wie dick eine ruhende Luftschicht sein müsste, um über den gleichen Diffusionswiderstand wie die betrachtete Baustoffschicht zu verfügen. sd = μ · d [m]
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