Das Dämmbuch | 4. Auflage

Multipor Wärmedämm-Verbundsystem Hinterlüftete Fassade 6.0 6.8 Diese Trennung erlaubt es wiederum, eine geschlossene Dämmebene an der Außenseite des Gebäudes anzubringen, von der die wetterberührte und somit auch wasserführende Schicht abgetrennt ist. Diese Fassadenart kann im Winter vor Feuchteausfall in kritischen Bereichen schützen – beispielsweise durch Schneeanhäufungen. Multipor als Dämmstoff für VHF Multipor bietet als Dämm-Material bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden viele Vorteile: ■ Die Multipor Mineraldämmplatten TOPwall M3 sind druckfest und formstabil. ■ Die Unterkonstruktion kann direkt auf Multipor befestigt werden und so die Wärmebrückenverluste der Unterkonstruktion gegenüber konventionellen Systemen erheblich reduzieren (vgl. Abb. 1 und 2). ■ Die Multipor Mineraldämmplatten TOPwall M3 haben ein handliches Format, sind leicht zu verarbeiten und können quer oder hochkant verlegt werden. ■ Durch die diffusionsoffenen und kapillaraktiven Materialeigenschaften kann sowohl durch Dampfdiffusion Feuchtigkeit von der Innenseite sicher an die Außenseite transportiert als auch bei extremen Wetterereignissen nicht komplett auszuschließende Feuchtigkeit sicher aufgenommen und wieder an die Luftschicht abgegeben werden. ■ Neben den genannten Vorteilen handelt es sich bei den Multipor Mineraldämmplatten TOPwall M3 zudem um ein nicht brennbares sowie rauch- und abtropfsicheres Material der Brandschutzklasse A1 nach DIN EN 13501-1. Oberflächengestaltung Werden sogenannte Klinkerriemchen als Außenhaut gewünscht, wird die Multipor Mineraldämmplatte TOPwall M3 als Dämmstoff in Kombination mit einer geeigneten Trägerplatte als hinterlüftete Fassade eingesetzt. Auch sogenannte Dickputzbeschichtungen oder wechselnde Außenhautbeläge sind mit einer vorgehängten Fassade möglich. Der gestalterischen Freiheit sind keine Grenzen gesetzt. Der Einsatz von Multipor bei hinterlüfteten Fassaden ist kein Widerspruch zu einem WärmedämmVerbundsystem. Das mit einer hinterlüfteten Fassade und Multipor Mineraldämmplatten TOPwall M3 als Dämmung ausgeführte Projekt Familotel „Feldberger Hof“ ist ein guter Beleg hierfür (Abb. 1; siehe auch Kapitel 6.11). Der Systemaufbau von VHF Vorgehängte hinterlüftete Fassaden sind in der DIN 18516 geregelt. Zu ihren wesentlichen Bestandteilen gehören Außenhaut, Luftschicht, Dämmebene und Tragstruktur. Die Außenhaut Die Außenhaut kann aus verschiedenen Materialien bestehen, wie beispielsweise ■ Hochdruckschichtstoffplatten ■ Metallblechen und Sandwichmaterialien ■ Kunststoffen ■ Faserzementplatten ■ Mineralischen Plattenwerkstoffen ■ Natursteinplatten und Klinkerriemchen auf Trägerplatte Die Außenhaut ist immer auch die Wetterschutzschicht und weist Schlagregen und Feuchteeintrag Abb.1: Konstruktionsausbildung Familotel Wetterschutzfolie Unterkonstruktion Fassadenplatte Bestandswand Schubschraube Sogschraube Luftschicht Multipor Mineraldämmplatte TOPwall M3 209 Multipor Wärmedämm-Verbundsystem 6

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