Das Dämmbuch | 4. Auflage

Multipor Wärmedämm-Verbundsystem Referenzberichte 6.0 6.11 und bildet gleichzeitig auch den Haupteingang zum Museum. Gemeinsam mit den Bestandsbauten bildet der im ehemaligen Garten der beiden Palais freistehend angeordnete Bau einen Eingangshof. Eine Fassadengestaltung, die die Zusammengehörigkeit der Häuser visualisiert, war daher eine wichtige Aufgabenstellung an die Architekten, die 2013 den zweistufigen Architekturwettbewerb mit einem überarbeiteten Entwurf für sich entscheiden konnten. Nach den Planungen der Architekten nimmt die Fassade des Neubaus in moderner Form die Gliederung der Bestandsgebäude auf. Die durch Gesimse zwischen Erdgeschoss und den beiden oberen Etagen horizontal betonte Außenansicht des Altbaus wird beim Neubau durch eine Fassade aufgenommen, die sich über einen Sockel hinweg in eine umlaufende, von unten nach oben weiter werdende Struktur leicht geneigter Flächen mit horizontaler Segmentierung gliedert. Bei der Planung der Fassade des Museumsneubaus entschieden sich die Architekten für eine streng geometrische, horizontale Gestaltung. Durch die sogenannte Konturenkonfektion können jedoch mit einem WDVS aus Multipor Mineraldämmplatten nicht nur geradlinige Schnitte, sondern zum Beispiel auch gebogene Formen realisiert werden. Auch muss nicht immer eine komplette Fassade gestaltet werden. Die gewünschten optischen Effekte können bereits durch kleine Stilelemente wie etwa geformte Fensterbrüstungen erreicht werden. Im Prinzip sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, jedoch sollten die Formteile nicht zu filigran sein, da die baupraktische Ausführung eine flächige Formensprache erfordert. Auch bei gestalteten Fassaden müssen technische Vorgaben zur Verarbeitung und Ausführung von WDVS grundsätzlich eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für die Standsicherheit sowie für die faltenfreie Ausführung der Gewebearmierung und der Bauteilanschlüsse. 227 Multipor Wärmedämm-Verbundsystem 6

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