248 Multipor Flachdachdämmung 8.0 Multipor Flachdachdämmung 8.1 Grundlagen Dachnutzung Folgende Flachdacharten sind in ihrer Nutzung zu unterscheiden: ■ Nicht genutzte Dachflächen (frei bewitterte, bekieste und/oder extensiv begrünte Dächer), die nur selten, tzum Beispiel zu Wartungszwecken, begangen werden ■ Genutzte Dachflächen (intensiv begrünte Dächer, PV-Dächer sowie Balkone, Terrassen und Parkdecks) Multipor Mineraldämmplatten TOProof erfüllen die Anforderungen an beide Dacharten optimal. Flachdachformen Der Begriff „Flachdach“ definiert nicht – wie häufig angenommen – die Form einer Dachkonstruktion, sondern die Anordnung der Dachschichten: Flachdächer werden generell mit einer flächigen, homogenen, membranartigen Dachabdichtung abgedichtet, die vollflächig auf einem durchgehenden und fugenlosen Unterbau (z. B. Dämmung) verlegt ist. Flachdächer sind in beliebigen Formen und Neigungen möglich. Dachneigung ■ Bereits in der Planungsphase sollte über den Verlauf der Dachneigung entschieden werden, denn stehendes Wasser beeinträchtigt die Lebenserwartung einer Dachabdichtung erheblich. Die aktuelle DIN 18531-1 teilt Flachdachkonstruktionen deswegen in zwei Anwendungskategorien ein: ■ Anwendungskategorie K2 (Höherwertige Dachkonstruktion): Sie definiert Konstruktionen mit längerer Nutzungsdauer und geringerem Instandhaltungsaufwand. Die Regeldachneigung dieser Anwendungskategorie liegt bei mindestens 2 % in der Abdichtungsebene. Zusätzlich muss die Dachneigung in Kehlbereichen mindestens 1% betragen. Es dürfen nur hochwertige Abdichtungsprodukte eingesetzt werden, die in der DIN 18531-1 als solche geregelt sind. Auch Unebenheiten des Untergrunds und Ausführungstoleranzen sind bei der Planung zu beachten. ■ Anwendungskategorie K1 (Standard-Dachkonstruktion): Sie stellt die Mindestanforderungen an eine Dachkonstruktion dar. Hier dürfen auch K1-Dachabdichtungen eingesetzt werden. Werden jedoch die für Anwendungskategorie K2 genannten Dachneigungen unterschritten, müssen hier hochwertige K2-Dachbahnen verlegt werden, auch wenn als Ergebnis nur ein K1-Dach bleibt. ■ Die aktuelle Flachdachrichtlinie verzichtet auf die Kategorisierung K1 und K2 gänzlich. Für die Dachausbildung nach Flachdachrichtlinien werden Kriterien wie Dachgefälle sowie die Dicke/Qualität der eingesetzten Dachbahnen per Definition höher gewählt. Retentionsdächer Dächer, die größere Wassermengen zurückhalten, fallen unter die Bezeichnung Retentionsdächer. Diese Dächer werden oft ohne Gefälle geplant und sind weder von den aktuellen Normen noch in den Flachdachrichtlinien erwähnt
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