290 Bauphysik 10.0 Bauphysik 10.0 Bauphysik Die klassischen Schwerpunkte der Bauphysik sind Wärme- und Feuchteschutz sowie Brand- und Schallschutz. Weitere wichtige Themen wie die Beleuchtung von Gebäuden, Belüftung, Klimaschutz, Ökologie und Raumakustik sind erst im Laufe der Entwicklung des Fachgebiets hinzugekommen. Die für den Einsatz von Multipor Mineraldämmplatten im Wesentlichen relevanten bauphysikalischen Gebiete sind Wärme- und Feuchteschutz, die untereinander in einer gewissen technischen und physikalischen Abhängigkeit stehen und in den folgenden Kapiteln näher beschrieben werden. Wichtige Ausführungen und Erklärungen zu den weiteren Themen wie Schall- und Brandschutz finden Sie an den entsprechenden Stellen in den jeweiligen Kapiteln des Dämmbuchs. Nach einer Erklärung der Grundbegriffe werden die für den Einsatz von Multipor Dämmplatten maßgebenden Inhalte näher behandelt. Für tiefergehende Fachinformationen verweisen wir auf die einschlägige Fachliteratur. Selbstverständlich stehen die Multipor Fachberater für weitere Fragen gerne zur Verfügung. Wärmeschutz Wohn- und Nutzräume müssen in unseren Breitengraden während des Winters beheizt werden. Im Sommer sollen keine zu hohen Innentemperaturen durch Sonneneinstrahlung entstehen. Durch diese Aufgabenstellung wird der Wärmeschutz in sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz unterteilt. Die wesentlichen Ziele des sommerlichen und winterlichen Wärmeschutzes sind: n Bereitstellung eines gesunden Wohnklimas n Einsparung von Energie, die für die ordnungsgemäße Nutzung eines Gebäudes erforderlich ist n Gewährleistung ausreichender Innenoberflächentemperaturen der wärmeübertragenden Gebäudehülle durch WärmedämmMaßnahmen und so auch die Vermeidung von Tauwasser und Schimmelbildung Wärmeschutz ist in der Bauphysik indirekt auch Feuchteschutz. Feuchteschutz Beim Feuchteschutz werden die unterschiedlichen Speicher- und Transportmechanismen des Wassers im flüssigen und gasförmigen Zustand beschrieben. Die wesentlichen Ziele des Feuchteschutzes sind: n Vermeidung von unkontrollierten Feuchteeinwirkungen von innen und außen, um die Nutzbarkeit von Räumen zu gewährleisten n Vermeidung von Durchfeuchtung von Bau- und Dämmstoffen Durchfeuchtete Baustoffe haben schlechtere Wärmedämmeigenschaften als trockene, weshalb dafür zu sorgen ist, dass Baukonstruktionen nicht durchfeuchten. n Erhaltung der Bausubstanz Eine der wesentlichen Beschleuniger für den Zerfall von Bauwerken ist Wasser. Es ermöglicht viele biologische, chemische und physikalische Prozesse, die bei Trockenheit nicht entstehen können. n Bereitstellung eines gesunden Wohnklimas Wirksamer Feuchteschutz kann nur funktionieren, wenn die Einwirkungen bekannt und die Transportmechanismen verstanden sind sowie durchdacht geplante Maßnahmen umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang ist Feuchteschutz indirekt auch Wärmeschutz. Brandschutz Unter Brandschutz versteht man alle Maßnahmen, durch die der Entstehung eines Brandes oder der Ausbreitung eines Brandes durch Feuer oder Rauch vorgebeugt (vorbeugender Brandschutz) und durch die die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten bei einem Brand ermöglicht werden (abwehrender Brandschutz). Brandschutz im Sinne der Bauphysik beschäftigt sich zum einen mit dem Verhalten eines Brandes – wie Temperatur- und Rauchentwicklung – und zum anderen mit dem Materialverhalten verschiedener Baustoffe und Bauteile unter Brandeinwirkung. Diesbezüglich ist die Multipor Mineraldämmplatte ein hervorragender Dämmstoff, was durch die Einstufung in Baustoffklasse A1 nach DIN EN 13501 und durch das rauch- und abtropffreie Brandverhalten belegt ist.
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